Nationale Zusammenarbeit

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit den für die Saatgutanerkennung, die Saatgutverkehrskontrolle und die Überwachung bestimmter Vertriebsregelungen zuständigen Länderbehörden obliegt dem Bundessortenamt die Nachprüfung der Sortenechtheit von Saatgut und Vermehrungsmaterial, das in den Verkehr gebracht wird. Zugleich ist das Bundessortenamt allgemein Koordinierungsstelle des Bundes zu den Saatgutanerkennungsstellen und Saatgutverkehrskontrollstellen der Länder.

Neben der Zusammenarbeit mit amtlichen Stellen und anderen Einrichtungen werden grundsätzliche Fragen einschließlich der saatgutverkehrs- und sortenschutzrechtlichen Vorschriften, deren Vorbereitung dem Bundessortenamt obliegt, in regelmäßigen Abständen mit den Wirtschaftskreisen erörtert.

Das Bundessortenamt arbeitet für Resistenz- und Qualitätsuntersuchungen eng zusammen mit den Einrichtungen des Bundesforschungsinstituts für Kulturpflanzen (Julius Kühn-Institut), den anderen Bundesforschungsinstituten im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und  Verbraucherschutz sowie zahlreichen Spezialeinrichtungen der Länder und Instituten im universitären Bereich.

Um Sorten in möglichst vielen ökologisch unterschiedlichen Gebieten zu prüfen, ist eine enge Zusammenarbeit mit den Anstalten und Einrichtungen der Länder, zum Beispiel den Landwirtschaftskammern, erforderlich. Ergebnisse aus den Sortenprüfungen an Stellen außerhalb der Standorte des Bundessortenamtes fließen so in die zentrale Auswertung ein.

In Qualitätsfragen der pflanzlichen Produktion und Vermarktung wirkt das Bundessortenamt beratend im Rahmen von Absatz- und Marktregelungen mit. In Abstimmung mit Berufsverbänden und Interessengemeinschaften koordiniert das Bundessortenamt bei Ziergehölzen und Bäumen Qualitätsprüfungen, in denen an mehreren Standorten der Verwendungswert von Gehölzsortimenten bewertet wird.


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