Bundessortenamt

05.10.2012

Sieben Anträge für die Öko-Wertprüfung

Winterweizen im Parzellenanbau

Erstmalige Prüfung von Weizen für den ökologischen Landbau

Nach der Einführung einer eigenständigen Wertprüfung Ökologischer Landbau (Öko-WP) im Sommer des Jahres wurde für sieben Winterweichweizensorten eine Zulassung für die Bedingungen des ökologischen Anbaus beantragt.

Die Sorten werden für das Bundessortenamt an 14 bundesweit verteilten Standorten nach den Richtlinien zur Durchführung von landwirtschaftlichen Wertprüfungen und Sortenversuchen geprüft. Die Prüfungen werden auf langfristig ökologisch bewirtschaftete Flächen ohne chemische Behandlungsmittel und synthetische Dünger, möglichst nach der Vorfrucht Kleegras, angelegt. Neben den üblichen Feststellungen werden die Massenbildung nach Vegetationsbeginn (Frohwüchsigkeit), der Bodendeckungsgrad zum Zeitpunkt des Schossens und die Haltung des Fahnenblattes bonitiert. Diese Eigenschaften sollen Hinweise zur Konkurrenzfähigkeit der Sorten gegen Beikräuter geben. Der für die Qualitätsbeurteilung im Ökolandbau wichtige Feuchtklebergehalt wird ebenfalls ermittelt.

Nach Abschluss der dreijährigen Öko-Wertprüfung werden die erfolgreichen Sorten vom Bundessortenamt zunächst für zehn Jahre zugelassen. Die Ergebnisse dieser Wertprüfung werden in der Beschreibenden Sortenliste in einer eigenen Rubrik aufgeführt.

Eine Einführung von Wertprüfungen für den Ökologischen Anbau bei weiteren Pflanzenarten ist in die Zukunft gerichtet denkbar.

Bundessortenamt-Pressestelle
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