Bundessortenamt

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Obstveredlungsseminare an der Prüfstelle Wurzen

Apfelblüte
Apfelblüte

Über Veredlung werden Obstbäume vermehrt und Sorten erhalten, wenn dies über Samen, Stecklinge oder Ableger nicht möglich ist und um eine schnellere Entwicklung der Bäume zu erreichen. Eine Unterlage wird mit einer Edelsorte verbunden (=veredelt), um einen Obstbaum mit den gewünschten Eigenschaften zu bekommen. So werden auch alte Sorten erhalten, die einen wichtigen Beitrag zur biologischen Vielfalt leisten.

An der Prüfstelle Wurzen werden neue Obstsorten und Obstunterlagen geprüft, die für den Sortenschutz angemeldet werden. Zu den Aufgaben zählt auch die Erhaltung alter Obstsorten. Das Bundessortenamt ist Gründungsmitglied und seit mehr als neun Jahren Partner der Deutschen Genbank Obst.

Zwei Obstveredlungsseminare fanden im März 2013 in Wurzen gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen e. V. statt. Mit der Kampagne "Vergessene Vielfalt - Streuobst aus Sachsen" wird der Anbau und die Erhaltung von Obstsorten im Garten und auf Streuobstwiesen gefördert. Zur Erhaltung alter, seltener und regionaler Sorten kann so Jede/r einen Beitrag leisten.

erfolgreiche Veredlungen am Baum
erfolgreiche Veredlungen am Baum

In den Seminaren lernten die 40 Teilnehmer grundlegende Techniken der Veredlung sowie Kriterien für die Auswahl der Unterlagen und Edelreiser kennen. Die Wahl der Unterlage hat großen Einfluss auf: Wuchs, Ertragsbeginn, -menge und -qualität, Standfestigkeit, Frosthärte und Resistenz gegen Krankheiten. Je nach Verwendung gibt es stark oder schwach wachsende Unterlagen. Das Ausgangsmaterial sollte zertifiziert virusfrei (vf) oder zumindest virusgetestet (vt) sein. Nur dann ist die bestmögliche Pflanzengesundheit gewährleistet. Bei der Edelsorte eignen sich einjährige Langtriebe der gewünschten Obstsorte. Es wird dafür je nach Veredelungsart und -zeitpunkt ein Edelreis mit drei bis vier Augen oder nur ein Auge aus dem Edelreis verwendet. Augenveredlung (Okulation), Propfen hinter die Rinde, Kopulation und Geißfußveredlung bei Apfel, Birne, Kirsche und Quitte wurden praxisnah am Baum und an Unterlagen aus dem Mutterbeet gezeigt.

T-Schnitt in Unterlage
T-Schnitt in Unterlage
Auge einsetzen
Auge einsetzen
Unterlage und Auge zusammen
Unterlage und Auge zusammen
Band um Veredlungsstelle
Band um Veredlungsstelle

Nach dem Seminar können die Teilnehmer im Garten bzw. auf Streuobstwiesen selbst Obstbäume veredeln und somit dazu beitragen, alte Sorten und so die obstbauliche Vielfalt zu erhalten.

Für 2014 ist eine Wiederholung geplant. Seminare zum Baumschnitt und zur Obstsortenbestimmung gehören bereits jetzt zum Weiterbildungsangebot der Prüfstelle Wurzen.

Ansprechpartner PS Wurzen

Dr. Erik Schulte
(Prüfstellen- und Referatsleiter)

Tel. +49 (0)3425 9040-24

Zur Erhaltung von Obstsorten:

www.deutsche-genbank-obst.de/

Logo Vergessene Vielfalt - Streuobst aus Sachsen

Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen e.V.

 

Dr.-Belian-Str. 4, 04838 Eilenburg
Tel. +49 (0)3423 709739 -24/ -25
info@lpv-nordwestsachsen.de

 

www.lpv-nordwestsachsen.de/

www.streuobst-in-sachsen.de/

Eine Einrichtung im Geschäftsbereich des

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