Landwirtschaftliche Wertprüfung

Bei landwirtschaftlichen Pflanzenarten und bei Gemüse darf nur anerkanntes Saatgut zugelassener Sorten vertrieben werden.

Voraussetzung für die Zulassung sind Unterscheidbarkeit, Homogenität und Beständigkeit, die in der Registerprüfung durch Anbau im Freiland oder im Gewächshaus festgestellt werden.

Eine Sorte muss eine Sortenbezeichnung haben und bei den landwirtschaftlichen Pflanzenarten muss eine Sorte darüber hinaus auch einen landeskulturellen Wert aufweisen.

Eine Sorte besitzt landeskulturellen Wert, wenn sie nach der Gesamtheit ihrer wertbestimmenden Eigenschaften gegenüber den in der Sortenliste eingetragenen Sorten eine deutliche Verbesserung für den Pflanzenbau oder für die Verwertung des Ernteguts oder der aus dem Erntegut gewonnenen Erzeugnisse erwarten lässt.

Der landeskulturelle Wert einer Sorte wird bundesweit in Wertprüfungen beurteilt, die auf Prüfstellen des Bundessortenamtes und in seinem Auftrag an den Versuchseinrichtungen der Länder, bei Pflanzenzüchtern und anderen auf Versuchsanstellung spezialisierten Einrichtungen durchgeführt werden. Die Wertprüfungen werden für jede Pflanzenart jährlich an etwa 14 Orten angelegt. Über die Zulassung wird nach 2, bei einigen Arten nach 3 Prüfungsjahren entschieden.

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